Sprache: Englisch Deutsch

Zurück zur Archivauswahl | Zurück

Mercedes-Benz SL 63 AMG und C 63 AMG T-Modell bei allen 18 Formel 1 Rennen am Start

07.03.2008, Melbourne/Affalterbach – Mit dem neuen Official F1 Safety Car und dem neuen Official F1 Medical Car startet Mercedes-AMG, die Performance Marke von Mercedes-Benz, in die Formel 1 Saison 2008. Das auf dem SL 63 AMG basierende Safety Car und das vom C 63 AMG T-Modell abgeleitete Medical Car haben die Aufgabe, bei allen 18 Formel-1-Rennen für maximale Sicherheit zu sorgen. Ihren ersten Einsatz haben die beiden speziell vorbereiteten AMG Hochleistungs-Automobile beim Auftakt Grand-Prix in Melbourne/Australien (14. bis 16. März 2008). Für Entwicklung, Aufbau und Betreuung der Fahrzeuge sind die Spezialisten aus dem AMG Entwicklungsteam und dem PERFORMANCE STUDIO verantwortlich.



Wenn Unfälle, widrige Witterungsbedingungen oder andere gefährliche Situationen einen sicheren Rennablauf gefährden, dann ist das Official F1 Safety Car sofort zur Stelle. Nach einem Kommando der Rennleitung muss sich Safety Car Fahrer Bernd Mayländer an die Spitze des Formel 1 Feldes setzen und die schnellsten Rennfahrer der Welt sicher um den Kurs führen. Schnelle Rundenzeiten sind für das Safety Car ein Muss, denn andernfalls würden die empfindlichen Formel 1 Motoren überhitzen – und gleichzeitig die Reifen und Bremsen zu stark abkühlen.

In der Formel 1 Saison 2008 pilotiert der 36jährige Mayländer ein neues Official F1 Safety Car, den SL 63 AMG. Der Hochleistungs-Roadster wurde erst vor wenigen Tagen auf dem Automobilsalon in Genf der Öffentlichkeit präsentiert – und bringt für den anspruchsvollen Einsatz optimale Voraussetzungen mit: Sein AMG 6,3-Liter-V8-Motor leistet 386 kW/525 PS und ermöglicht eine Beschleunigung von Null auf 100 km/h in 4,4 Sekunden. Eine neue entwickelte AMG Sportabgasanlage mit größerem Rohrdurchmesser und neuen Endschalldämpfern lässt den AMG Hochdrehzahl-Saugmotor noch freier atmen. Die spezielle Soundabstimmung begeistert die Motorsportfans an den Rennstrecken ebenso wie an den TV-Bildschirmen zu Hause.

Spezielle Kühlmaßnahmen und große Verbund-Bremsanlage

Im Sinne bestmöglicher Standfestigkeit selbst bei tropischen Außentemperaturen kommen größer dimensionierte und zusätzliche Kühler für Motor- und Getriebeöl, Kühlwasser und die Servolenkung zum Einsatz. Fahrdynamik pur garantiert das neu entwickelte AMG SPEEDSHIFT MCT 7-Gang Sportgetriebe mit Lenkradschaltung, das Gangwechsel in nur 100 Millisekunden ermöglicht. Die Verbindung aus 3-Stufen-ESP® und Hinterachs-Differenzialsperre mit 35 Prozent Sperrwirkung bietet optimale Traktion unter allen Witterungsbedingungen. Das neu entwickelte, im Rennsport bewährte Aluminium-Gewindefahrwerk sorgt nicht nur für beste Rennstrecken-Performance, optimalen Fahrbahnkontakt und ein sportwagen-typisches Einlenk- und Eigenlenkverhalten – die zahlreichen Einstellmöglichkeiten von Fahrzeughöhe, Spur und Sturz erlauben zudem ein individuelles Fahrwerk-Setup für die jeweilige Rennstrecke.

An Vorder- und Hinterachse kommen 19 Zoll AMG Leichtmetallräder in der extraleichten Schmiedetechnologie zum Einsatz. Auf den 8,5 Zoll bzw. 9,5 Zoll breiten Felgen sind Reifen von Formel-1-Ausrüster Bridgestone im Format 255/35 (vorn) sowie 285/30 (hinten) montiert. Das Design der Felgen mit filigranen Doppelspeichen optimiert die Kühlung der hoch belasteten Bremsanlage ebenso wie die spezielle Kühlluftführung. Optimale Standfestigkeit und beste Verzögerungswerte sind eine Selbstverständlichkeit für die AMG Hochleistungs-Bremsanlage, die rundum mit innen belüfteten Verbund-Bremsscheiben bestückt ist. An der Vorderachse arbeiten Sechskolben-Festsättel und Scheiben der Größe 390 x 36 Millimeter, an der Hinterachse Vierkolben-Festsättel mit Bremsscheiben der Größe 360 x 26 Millimeter.

Durch gezielten Leichtbau 220 Kilogramm leichter als die Serie

Wie schon beim Safety Car Vorgänger auf Basis des CLK 63 AMG, bringt der SL 63 AMG durch gezielte Leichtbaumaßnahmen und, aufgrund des spezifischen Einsatzzwecks, durch den gezielten Verzicht auf Komfortfeatures weniger
Gewicht auf die Waage als sein Pendant aus der Serie – und dies trotz größerer Bremsanlage inklusive Bremsenkühlung, zusätzlichen Kühlmaßnahmen, Lichtanlage und Kommunikationsausrüstung. Für eine bestmögliche Rennstrecken-Performance haben die AMG Spezialisten die Motorhaube, die Front- und Heckschürze, die vorderen Kotflügel sowie den Kofferraumdeckel aus dem Motorsport erprobten Kohlefaser-Verbundwerksstoff CFK gefertigt. Da das Safety Car stets geschlossen gefahren wird, kann auf sämtliche mechanische und hydraulische Komponenten des Variodaches verzichtet werden. Ebenso wurden die primär dem Fahrkomfort dienlichen Dämmmaterialien entfernt. Das Ergebnis: 220 Kilogramm Gewichtsreduktion; so dass das Safety Car nur 1750 Kilogramm (vollgetankt ohne Insassen) wiegt.

Neben dem Dachbalken und den F1-Logos unterscheidet sich das SL 63 AMG Official F1 Safety Car von dem serienmäßigen AMG Hochleistungs-Roadster durch eine neu gestaltete Frontschürze mit größeren Kühlluftöffnungen. Am Heck fällt der modifizierte Diffusor-Einsatz in der Heckschürze auf; darin ist die aktive Hinterachs-Kühlung integriert, die Temperaturspitzen im hoch belasteten Differenzialgetriebe kompensiert. Die weißen LED-Blitzlichter in den Frontschein-werfern und den Rückleuchten sind während des Einsatzes stets aktiv und haben eine neutrale Signalfunktion. Ganz neu ist das Nummernschild mit Safety Car Schriftzug: Mithilfe von 672 LEDs beleuchtet, sorgt es speziell bei Regen oder Dunkelheit für noch höhere Sicherheit.

Innenraum mit reinem Motorsport-Flair

Im Interieur des Safety Cars dominiert reines Motorsport-Flair. Zwei AMG Sport-Schalensitze mit 4-Punkt-Gurten, Zierteile aus Carbon, die schwarze Lederausstattung sowie das AMG Performance Lenkrad mit unten abgeflachtem, 365 Millimeter großem Lenkradkranz und AMG Aluminium-Schaltpaddles bestimmen den Arbeitsplatz von Bernd Mayländer und seines Beifahrers. Zwei Monitore in der Mittelkonsole dienen zur Überwachung des Renngeschehens, mithilfe der Funkanlage steht die Safety Car Besatzung mit der Rennleitung in Kontakt. Ein Überrollbügel dient sowohl der Sicherheit der Insassen wie der Stabilität des Fahrzeugs.

C 63 AMG T-Modell als neues Official F1 Medical Car

Neben dem SL 63 AMG Safety Car erlebt ein zweites AMG Hochleistungsautomobil seine Premiere beim Auftakt-Grand-Prix im australischen Melbourne: das C 63 AMG T-Modell Official F1 Medical Car. Bei jedem Grand-Prix Start folgt der schnelle AMG Kombi dem Formel-1-Feld in der ersten Runde, weil in dieser kritischen Phase des Rennens das Feld der Formel 1 Fahrzeuge noch besonders dicht zusammen liegt. Auch im Falle eines Unfalls während des Rennens ist das Medical Car als erstes Fahrzeug vor Ort, um eine schnellstmögliche Notfallbehandlung gewährleisten zu können.
Für die anspruchsvolle Aufgabe, bei der es sprichwörtlich auf jede Sekunde ankommt, ist das ganz besondere C 63 AMG T-Modell ausgezeichnet vorbereitet: Der Performance-Kombi wird vom AMG 6,3-Liter-V8-Motor mit 336 kW/457 PS und 600 Newtonmetern Drehmoment angetrieben. Die AMG Sportabgasanlage verfügt über größere Rohrdurchmesser und neue Endschalldämpfer – das Ergebnis ist ein wesentlich markanterer Klang, der den zwei verchromten Doppelendrohren entweicht. Für eine höhere Standfestigkeit wurden die Wasser-, Motoröl-, Getriebeöl- und die Servolenkungs-Kühlung optimiert; sichtbar auch an der neuen AMG Frontschürze mit den deutlich vergrößerten Kühlluftöffnungen. Die AMG SPEEDSHIFT 7G-TRONIC PLUS mit Zwischengasfunktion übernimmt die Kraftübertragung, perfekte Traktion garantiert die Kombination aus 3-Stufen-ESP® und Differenzialsperre mit 35 Prozent Sperrwirkung.

Neues Gewindefahrwerk und AMG Hochleistungs-Bremsanlage

Wie im SL 63 AMG Safety Car kommt auch im C 63 AMG T-Modell Official F1 Medical Car ein neu entwickeltes Gewindefahrwerk zum Einsatz. Es vereint sportwagentypische Fahrdynamik mit vielfachen Einstellmöglichkeiten – und ermöglicht darüber hinaus ein Rennstreckenspezifisches Fahrwerk-Setup. Für perfekten Fahrbahnkontakt ist ebenso die gewählte Rad/Reifenkombination verantwortlich: Die 19 Zoll AMG Leichtmetallräder in 8,5 bzw. 9,5 Zoll Breite sind mit Bridgestone Pneus der Dimensionen 255/35 (vorn) und 285/30 (hinten) bestückt. Hinter den formschönen Rädern im Vielspeichendesign arbeitet eine leistungsfähige AMG Hochleistungs-Bremsanlage: Innen belüftete und gelochte Verbundbremsscheiben an der Vorderachse im Format 390 x 36 mm mit 6‑Kolben-Festsätteln garantieren zusammen mit den 330 x 26 Millimeter großen, innen belüfteten und gelochten Scheiben an der Hinterachse kürzeste Bremswege. Die neu entwickelte Kühlung für die besonders belasteten Vorderachs-Bremsen optimiert die Standfestigkeit bei heißen Außentemperaturen.

F1-Logos, Dachbalken und Blitzlichter als Erkennungszeichen

Auf den ersten Blick orientiert sich das C 63 AMG T-Modell Official F1 Medical Car optisch nahe am Serien-Pendant. Wer jedoch genauer hinsieht, entdeckt die neue AMG Frontschürze mit größeren Kühlluftöffnungen. Am Heck weist der im Diffusor-Einsatz integrierte Kühler auf die aktive Kühlung des Hinterachs-differenzials hin. Wie das Safety Car, zeigt auch das Medical Car seine Ausnahmerolle durch die F1-Logos, den Dachbalken sowie die stroboskopartigen LED-Blitzlichter an Front und Heck. Der besseren Visualisierung bei Dunkelheit oder schlechtem Wetter dient das mit LEDs beleuchtete Nummernschild mit Medical Car Schriftzug an der Heckklappe.

Gefahren wird das Official F1 Medical Car vom Mediziner und Hobby-Rennfahrer Dr. Jacques Tropenat (Frankreich); sein Beifahrer ist der offizielle FIA-Grand-Prix-Chefarzt Dr. Gary Hartstein (Belgien). Sie nehmen auf AMG Sportschalensitzen mit 4-Punkt-Gurten Platz – ebenso wie die beiden assistierenden Ärzte im Fondabteil. Die zwei in der Mittelkonsole integrierten Monitore helfen der Besatzung bei der Überwachung des Renngeschehens; zur Kommunikation mit der Rennleitung ist eine Funkausrüstung an Bord. Schwarzes Leder und Carbon-Zierteile prägen die funktionelle Atmosphäre des Innenraums. Das 365 Millimeter große AMG Performance Lenkrad mit unten abgeflachtem Lenkradkranz und AMG Aluminium-Schaltpaddels garantiert eine perfekte Fahrzeugbeherrschung. Der mit 485 Liter Volumen konkurrenzlos große Kofferraum bietet reichlich Platz für die komplette Notfallausrüstung inklusive Defibrillator und Beatmungsgerät.

Transfer aus dem Motorsport in die Serie

Sowohl das SL 63 AMG Official F1 Safety Car wie das C 63 AMG T-Modell Official F1 Medical Car dokumentieren eindrucksvoll den Transfer aus dem Motorsport in die Serie. So sind beispielsweise beim SL 63 AMG zahlreiche Komponenten des Safety Cars ab Werk verfügbar. Das AMG Performance Package für den SL 63 AMG umfasst unter anderem die Verbundbremsscheiben im 390x36-Millimeter-Format an der Vorderachse, die Hinterachs-Differenzialsperre, die 19 Zoll AMG Leichtmetallräder in Schmiedetechnologie sowie das AMG Performance Lenkrad. Ein ähnliches Bild beim Medical Car: Zum AMG Performance Package für den C 63 AMG (Limousine und T-Modell) zählen unter anderem Verbundbremsscheiben an der Vorderachse in der Dimension 360x36mm und die Hinterachs-Differenzialsperre. Zusätzlich sind auch 19 Zoll AMG Leichtmetallräder lieferbar.

AMG PERFORMANCE STUDIO für Entwicklung verantwortlich

Entwicklung, rennstreckenspezifische Erprobung und Aufbau der zwei Safety Cars und zwei Medical Cars – es stehen jeweils ein Einsatz- und ein Ersatzfahrzeug zur Verfügung – verantworten die Spezialisten des AMG Entwicklungsteams und des AMG PERFORMANCE STUDIOS. Das in über 40 Jahren gewonnene Know-how aus dem Motorsport wurde ebenso genutzt wie die große Erfahrung bei der Konzeption sportlicher Hochleistungsautomobile. Zahlreiche Test- und Versuchsfahrten auf verschiedenen Formel 1-Rennstrecken dienten der Fahrwerksabstimmung und Absicherung aller Systeme und Komponenten.

Seit 1996: Acht Generationen Safety Cars von AMG

AMG stellt seit zwölf Jahren permanent das Official F1 Safety Car in der Königsklasse des internationalen Motorsports. Das Official F1 Medical Car trägt seit 1996 den AMG Schriftzug.

Alle AMG Safety Cars auf einen Blick:
1996: C 36 AMG (W 202)
1997: CLK 55 AMG (C 208)
2000: CL 55 AMG (C 215)
2001: SL 55 AMG (R 230)
2003: CLK 55 AMG (C 209)
2004: SLK 55 AMG (R 171)
2006: CLK 63 AMG (C 209)
2008: SL 63 AMG (R 230)

Alle Medical Cars von AMG im Überblick:
1996: C 36 AMG (W 202)
1997: E 60 AMG (S 210) ab Grand Prix in Imola (Italien)
1998: C 55 AMG (S 202)
2001: C 32 AMG (S 203)
2004: C 55 AMG (S 203)
2008: C 63 AMG (S 204)

Bereits 1984 kam ein AMG E-Klasse Coupé mit V8-Triebwerk sporadisch als Medical Car zum Einsatz. Die Aktivitäten des Affalterbacher Unternehmens stehen somit auch für das langfristige Engagement von Mercedes-Benz in der Formel 1.

Quelle: Daimler Media


07.03.2008, Benjamin, 0 comments

Zurück zur Archivauswahl | Zurück