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Nebelcrash der S-Klasse: Falsche Voraussetzungen führten zum Scheitern

Bei einem Show-Crashtest mit der neuen Mercedes S-Klasse für "Stern TV" konnten die Sicherheits-Systeme einen Aufprall auf einen simulierten Stau nicht verhindern. Verantwortlich dafür waren jedoch die speziellen Bedingungen in der Crash-Anlage, während "Stern TV" in einer Presseerklärung von einem Sicherheitsproblem ŗ la A-Klasse-Elchtest spricht.

Der Hintergrund: Die neue S Klasse verfügt über zwei Sicherheits-Systeme, die Auffahrunfälle verhindern oder deren Folgen mindern sollen. Diese Systeme, Tempomat mit Bremseingriff und Bremsassistent Plus, erkennen den Abstand zum Vordermann mit Radarstrahlen und bremsen das Auto bei zu dichtem Auffahren entweder selbsttätig ab oder unterstützen den Fahrer bei Bremsmanövern.

Um die Wirksamkeit unter Beweis zu stellen, hat Mercedes einen Nebelunfall in der eigenen Crash-Anlage für "Stern TV" nachgestellt. In der nahezu komplett aus Stahl hergestellten Crash-Halle funktionieren diese Systeme allerdings nicht einwandfrei, da die Radarstrahlen von der Decke, dem Boden und weiteren Metall-Flächen viel stärker gestreut werden, als dies unter realen Bedingungen geschieht. Beim Show-Crash kam es daher zu einer Kollision, obwohl die Systeme bei Testfahrten außerhalb der Testhalle vorher tadellos funktioniert haben. Mercedes-Sprecher Johannes Reifenrath versichert, dass die Radar-Systeme nicht nur in der Stadt, auf Landstraßen und Autobahnen, sondern auch in Tunnels und auf Stahlbrücken voll wirksam sind und ihr Sicherheits-Potenzial auf vielen tausend Test-Kilometern unter Beweis gestellt haben.

Quelle: AutoBild

Anmerkung der Redaktion: Bei Stern-TV erklärte Ulrich Mellinghoff, dass vorher mehr als 800 Journalisten das System getestet hatten. Außerdem wurde es von Fachleuten der Dekra, vom TÜV und anderen unter realen Bedingungen erfolgreich getestet.


18.11.2005, Benjamin, 0 comments

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